Cashewkerne - Gift oder gesunde Bereicherung?

Cashews - poison or healthy enrichment?

Yikes, your furry friend has just eaten a cashew and now you're worried that it might be poisonous for them? Don't panic - cashews are harmless in small quantities. Here you can find out everything you need to know about when it's better not to feed cashews and how you can make sure they fit into your four-legged friend's diet.

Reading time: 5min
From: Alena Thielert
Modified: 30.03.2026
Published: 30.03.2026

Cashews: Ein gesunder Snack in Maßen

Grundsätzlich dürfen deine Vierbeiner Cashewkerne als Leckerli genießen. Sie sind kein Muss im Napf, können aber ab und zu eine kleine Ergänzung sein. Cashews liefern unter anderem kleine Mengen an Vitamin K und B‑Vitamine wie B1 und B6. Dazu kommen Ballaststoffe, Mineralstoffe und überwiegend ungesättigte Fettsäuren, was sie zu einem energiereichen Snack macht. Wichtig ist trotzdem das richtige Maß. Wegen ihres hohen Kalorien- und Fettgehalts können Cashewkerne schnell zu viel werden und bei empfindlichen Hunden auch den Magen belasten. Wenn dein Hund bereits Nierenprobleme hat, solltest du wegen des enthaltenen Phosphors besonders vorsichtig sein und die Gabe am besten kurz mit deiner Tierarztpraxis abklären.

Wann sollten besser keine Cashews verfüttert werden?

Wenn deine Fellnase zwei Kilo zu viel auf der Waage hat, könnte es ratsam sein, auf die Fütterung von Cashewkernen zu verzichten. Der hohe Kaloriengehalt dieser Nüsse kann das Übergewicht negativ beeinflussen. Cashewkerne bestehen mit einem Fettanteil von rund 40 bis 46 % fast zur Hälfte aus Fett. Wenn deine Fellnase hingegen Schwierigkeiten hat, ausreichend zu essen und Gewicht zuzulegen, können Cashewkerne als gelegentliches Extra unterstützend wirken.

Bei Hunden, die bereits an Nierenproblemen leiden, sollte die Gabe von Cashewkernen tierärztlich geprüft und rechnerisch in die Gesamtration einbezogen werden, um bestehende Beschwerden oder Krankheiten nicht zu verschlimmern. Auch bei Hunden mit einer Vorgeschichte von Bauchspeicheldrüsenproblemen sind sehr fettreiche Snacks wie Nüsse oft keine gute Idee. 

Einige Hunde können zudem an Futtermittelallergien leiden. Bevor du Cashewkerne verfütterst, solltest du sie wie jedes neue Lebensmittel langsam testen. Sofern dein Vierbeiner von keiner Empfindlichkeit betroffen ist, steht einer verantwortungsbewussten und gelegentlichen Fütterung von Cashewkernen in kleinen Mengen nichts im Wege.

Cashewnüsse für Hunde: Eine kleine Dosierungsanleitung

Die regelmäßige Verfütterung von Cashewkernen sollte dosiert erfolgen. Kleine Hunde bis etwa 5 Kilogramm sollten dabei auf maximal einen Cashewkern pro Tag beschränkt werden. Größere Hunde ab 10 Kilogramm können hingegen zwei bis vier Cashewkerne pro Tag erhalten. Empfehlenswert ist maximal zwei- bis dreimal pro Woche, wenn es noch nicht in den täglichen Futterplan eingerechnet ist. Weniger ist allerdings mehr. Orientiere dich zusätzlich daran, dass Snacks insgesamt idealerweise nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen (Richtwert: max. 10 % der Gesamt-Tages-Kalorien). 

Zerkleinert oder im Ganzen: Wie füttere ich die Cashewkerne richtig? 

Ob als Leckerli oder fein gemahlen im Futter: Hier erfährst du, welche Möglichkeiten es gibt und worauf du bei der Fütterung achten solltest.

Eine ganze Nuss für zwischendurch?

Die Cashewnuss eignet sich gut als gelegentlicher Snack. Allerdings werden die kleinen Nüsse für unsere Hunde leichter verdaulich und besser verwertbar, wenn sie zerkleinert oder gemahlen angeboten werden. Im Vergleich dazu können ganze Nüsse schlechter verdaut werden und je nach Hund auch ein Verschluckrisiko darstellen.

Kleine Stücke und ab ins Futter

Gemahlene oder zerbröselte Cashewkerne können dem Futter beigefügt werden. Besonders bei Nassfutter besteht der Vorteil, dass die kleinen Nüsse von unserer Fellnase schwieriger aussortiert werden können. Durch die regelmäßige Zugabe von Cashewkernen, zwei- bis dreimal pro Woche, erhält dein Vierbeiner eine kleine Extra-Portion Energie. Diese besonders kalorienreiche Ergänzung eignet sich hauptsächlich für untergewichtige Hunde, da sie die Energiezufuhr erhöhen kann. 

Wichtig: Die Nüsse immer ohne Salz und Zucker füttern!

Im Handel sind Cashewkerne in gerösteter, gesalzener und gezuckerter Form erhältlich, um den süßlich-nussigen Geschmack zu intensivieren. Diese Varianten sind jedoch nicht für unsere Fellnasen geeignet. Dein Vierbeiner sollte ausschließlich naturbelassene Cashewkerne ohne Salz, Honig, Zucker und Gewürze erhalten. Wenn möglich, wähle Bio-Cashews, um das Risiko schädlicher Rückstände so gering wie möglich zu halten.

Tryptophan: Die Cashew als Stimmungsmacher für Hunde?

Die kleine Cashewnuss ist reich an dem Serotonin-Baustein Tryptophan, einer Aminosäure, die im Körper unter anderem an der Serotoninbildung beteiligt ist. Mit rund 368 mg Tryptophan pro 100 g gehören Cashewkerne damit zu den guten Tryptophan-Quellen. Bei Menschen wird ihnen deshalb auch eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Die stimmungsaufhellende Wirkung bei unseren Vierbeinern ist bisher leider nicht ausreichend erforscht.

Was tun, wenn der Hund zu viel der Nuss gefressen hat?

Wenn dein Hund auf einmal sehr viele Cashewkerne frisst, kann das zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit führen. Bei manchen Vierbeinern schlägt der hohe Fettgehalt besonders auf den Magen oder die  Bauchspeicheldrüse. Werden Cashews über längere Zeit zu oft gefüttert, kann das außerdem Übergewicht begünstigen und auch durch den hohen Fettgehalt die Bauchspeicheldrüse unnötig belasten.

Hat deine Fellnase unbemerkt eine ganze Packung gefressen, ist ein kurzer Anruf in der Tierarztpraxis sinnvoll. Und wenn starkes Erbrechen, deutliche Schmerzen, Apathie oder anhaltender Durchfall dazukommen, solltest du besser zeitnah Unterstützung holen.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen Welpen Cashews essen

Grundsätzlich dürfen auch Welpen Cashewkerne essen, sobald sie keine Muttermilch mehr zu sich nehmen, etwa nach 7-8 Wochen. Jedoch sollte hier genau auf die Menge geachtet werden. Welpen brauchen solche Extras meist nicht und reagieren oft empfindlicher. Zudem ist zu viel Energie gerade bei Welpen sehr kritisch. Wenn du unsicher bist, frag kurz in deiner Tierarztpraxis nach

Warum sind einige Nüsse für Hunde giftig?

Nicht jede Nuss ist gleich: Manche sind für Hunde giftig, etwa Macadamianüsse. Cashews gelten dagegen als grundsätzlich verträglich, können aber durch Salz, Gewürze und den hohen Fettgehalt Probleme verursachen, wenn zu viel gefüttert wird.

Wie erkenne ich einen Mangel an bestimmten Fettsäuren?

Ein Öl-Mangel, bzw. eher ein Mangel an bestimmten Fettsäuren, ist anhand bestimmter Symptome zu erkennen. Zu diesen zählen beispielsweise verstärkter Haarausfall oder besonders trockene Haut. Eine ausgewogene Hundeernährung ist daher ausschlaggebend für gesunde Haut, glänzendes Fell und ein starkes Immunsystem.

Alena Thielert

My dog Negrutu and I joined the VEGDOG pack in October 2020. I can now use my degree in environmental protection and experience from various activities in environmental and animal protection for the newsletter, YouTube channel, PR and blog.

Back to the blog