
Caution, poisonous mushrooms: how to protect your dog
When the mushrooms sprout in autumn and the walkway smells of damp earth, our four-legged friends' curiosity also increases. But this is exactly where the dangers lurk: Between the leaves and moss, harmless mushrooms stand close to dangerous doppelgangers, where even a small bite can have serious consequences. Below you can find out how to reduce the risk of mushroom poisoning and what to do in an emergency.
Dürfen Hunde Pilze fressen?
Die kurze Antwort lautet: lieber nicht. Selbst vermeintlich essbare Sorten können bei Hunden Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Außerdem ist die Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen enorm hoch. Manche Toxine wirken auch verzögert und bleiben trotz des Erhitzens aktiv. Deshalb gilt: Hunden lieber keine Pilze füttern.
Wann wird der Pilzverzehr für Hunde gefährlich?
Wenn dein Hund einen Pilz gefressen hat, lässt sich das Risiko oft nicht sofort sicher einschätzen. Entscheidend sind unter anderem die Pilzart, die aufgenommene Menge und das Körpergewicht deines Hundes. Nicht jeder Pilz führt automatisch zu einer schweren Vergiftung. Unbekannte Pilze sind für Hunde trotzdem immer ein Risiko, zumal sich oft kaum sagen lässt, ob deine Fellnase nur daran geschnuppert, ein Stück abgebissen oder mehr davon aufgenommen hat. Genau deshalb solltest du jede potenzielle Pilzaufnahme ernst nehmen, auch wenn zunächst keine Beschwerden sichtbar sind.
Diese gefährlichen Pilze lauern im Wald und Garten

Pilze wachsen zwischen Laub, Moos und im frisch gemähten Rasen oft genau da, wo unsere Hunde neugierig schnuppern. Sowohl im Wald als auch im eigenen Garten können sie so unbemerkt zur Gefahr werden. Einige Arten sind hochgiftig und können schwere Organschäden verursachen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen.
Zu den besonders gefährlichen Pilzen zählen:
- Grüner Knollenblätterpilz: extrem giftig; kann schweres Leberversagen auslösen
- Roter Fliegenpilz: enthält Nervengifte; möglich sind Krämpfe und neurologische Ausfälle
- Pantherpilz: ähnlich toxisch wie der Fliegenpilz, mit deutlicher Wirkung auf das Nervensystem
- Frühjahrslorchel: enthält giftige Hydrazine; schon geringe Mengen sind riskant
- Satans-Röhrling (Teufelspilz): führt vor allem zu starken Magen-Darm-Beschwerden
- Nadelholzhäubling/Gifthäubling: gilt als hochgiftig und ist leicht zu verwechseln
- Riesenrötling: einer der giftigen Rötlinge; unbedingt meiden
- Ziegelroter Risspilz: gehört zu den muscarinreichen Pilzen, die für Hunde giftig sind; oft unauffällig im Erscheinungsbild
- Muscarinhaltige Arten: können schwere Vergiftungen mit starkem Speichelfluss, Erbrechen und Kreislaufproblemen hervorrufen
Symptome einer Pilzvergiftung beim Hund erkennen
Eine Pilzvergiftung kann bei Hunden je nach Toxin sehr unterschiedlich aussehen. Häufige Symptome sind:
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen)
- Starker Speichelfluss
- Unruhe oder Apathie
- Veränderte Pupillen (je nach Toxin verengt oder erweitert)
- Zittern, Taumeln und Koordinationsstörungen
- Krampfanfälle
- Gelbliche Schleimhäute, dunkler Urin, allgemeine Schwäche (Hinweis auf Leberbeteiligung)
Achtung: Die Symptome können sofort einsetzen – oder erst Stunden später. Einige Gifte wirken verzögert, sodass der Hund zunächst unauffällig wirkt und dennoch gefährdet ist. Im Zweifel gilt: jede Auffälligkeit ernst nehmen und tierärztlich abklären lassen.
Was tun, wenn dein Hund giftige Pilze gefressen hat?
Wenn dein Hund einen unbekannten oder möglichen giftigen Pilz gefressen hat, dann zählt jede Minute. Bleib ruhig und folge am besten unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Tierärzt:in anrufen & losfahren: Kurz vorab durchklingeln und dann direkt in die Praxis oder Tierklinik fahren. Schildere am Telefon das Gewicht deines Hundes, den Zeitpunkt und die geschätzte Menge der Aufnahme sowie erste Anzeichen.
- Proben sichern: Packe Pilzreste oder Erbrochenes in einen Beutel und mache Fotos vom Fundort – das erleichtert die Bestimmung der Pilzsorte.
- Keine Hausmittel: Bitte löse nicht selbst Erbrechen bei deinem Vierbeiner aus, es sei denn, dein:e Tierärzt:in fordert dazu auf. Auch Aktivkohle solltest du nur nach tierärztlicher Anweisung geben.
Bei einer Vergiftung durch Pilze handelt es sich um einen akuten Notfall. Frühzeitige, professionell überwachte Schritte wie kontrolliertes Entleeren des Magens, Bindemittel und Infusionen können den Verlauf positiv beeinflussen und Komplikationen reduzieren. Je schneller die Hilfe, desto besser die Chancen.
Sind rohe und gekochte Pilze gleichermaßen schädlich?
Bei unbekannten Wildpilzen solltest du nicht zwischen roh und gekocht unterscheiden. Auch gegarte Pilze können für Hunde gefährlich sein, denn entscheidend sind vor allem die enthaltenen Giftstoffe und nicht die Zubereitungsart. Anders ist es bei gewöhnlichen Speisepilzen aus dem Supermarkt: In kleinen Mengen sind sie meist besser verträglich, wenn sie gut gegart und ungewürzt sind. Dazu zählen zum Beispiel Champignons, Portobello und Shiitake. Roh oder stark gewürzt können aber auch diese Speisepilze den Magen reizen. Am sichersten ist es deshalb, Pilze gar nicht erst an Hunde zu verfüttern.
Sicher durch den Herbst mit unseren Tipps
Im Herbst schützt vorausschauendes Management deinen Vierbeiner am besten. Halte den Garten kurz gemäht und entferne regelmäßig alle Pilze – besonders nach Regenperioden lohnt sich ein gründlicher Kontrollgang.
Beim Spaziergang wählst du besser feste Wege und meidest typische Pilz-Hotspots wie feuchte Laubteppiche, Moos und Totholz. Im Wald gehst du auf Nummer sicher, wenn du deine Fellnase an der Leine führst. Bei notorischen „Staubsaugern“ kann außerdem ein gut sitzender Maulkorb hilfreich sein. Ein verlässliches Abbruchsignal wie „Aus“ und großzügige Belohnungen für alternative Verhaltensweisen helfen, dass dein Hund gefundene Dinge gar nicht erst interessant findet. Am besten nutzt du dafür besonders leckere Snacks wie unsere unwiderstehlichen Beevys und Jerkeys.



