
Sodbrennen beim Hund: Was kann ich tun?
Sodbrennen ist nicht nur ein Problem für Menschen – auch Hunde können davon betroffen sein. Doch was genau ist Sodbrennen und vor allem: Was kannst du tun, wenn deine Fellnase darunter leidet? Wir verraten dir, wie du Sodbrennen beim Hund erkennst, was die Ursachen sind und wie du deinem Vierbeiner helfen kannst, die Beschwerden zu lindern oder gar vorzubeugen.
Von: Alena Thielert
Geändert: 19.12.2025
Veröffentlicht: 19.12.2025
Was ist Sodbrennen?
Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt – ein Zustand, der auch als Reflux bezeichnet wird. Beim Hund kann dieser Rückfluss unangenehme Symptome verursachen und im schlimmsten Fall zu Schleimhautreizungen der Speiseröhre führen. Der Magen deines Hundes produziert Säure, um Nahrung zu verdauen, doch bei einem Reflux gelangt diese Säure in die Speiseröhre, was zu Reizungen und Entzündungen führen kann.
Symptome von Sodbrennen beim Hund erkennen
Sodbrennen kann sich bei Hunden auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Die Symptome sind oft subtil und treten entweder sofort nach dem Fressen oder erst Stunden später auf. Viele Hunde leiden besonders nachts unter Sodbrennen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
- Häufiges Schlucken
- Vermehrter Speichelfluss
- Übermäßiges Schlecken und Schmatzen
- Aufstoßen
- Würgen oder Erbrechen von Schaum oder Schleim
- Vermehrter Durst
- Gras fressen
- Unruhe nach dem Fressen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Husten
Wenn du eines dieser Symptome bei deinem Hund bemerkst, ist es wichtig, das Problem ernst zu nehmen und gegebenenfalls einen Tierarzt oder eine Tierärztin zu konsultieren.

Ursachen: Wie kommt es dazu, dass die
Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt?
Die folgenden Ursachen können dazu führen, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt und Sodbrennen bei deinem Hund verursacht:
Funktionsstörung des Muskels: Wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht richtig funktioniert, kann Magensäure aufsteigen.
Zwerchfellbruch: Ein Zwerchfellbruch kann dazu führen, dass Teile des Magens in den Brustraum rutschen. Dadurch wird die natürliche Barriere zwischen Magen und Speiseröhre geschwächt, was Sodbrennen begünstigt.
Magen-Darm-Erkrankungen: Gastritis oder Magengeschwüre können die Magenschleimhaut reizen und zu verstärkter Säureproduktion führen.
Fortgeschrittene Trächtigkeit: Bei trächtigen Hündinnen kann der wachsende Bauchraum Druck auf den Magen ausüben. Dadurch kann Magensäure leichter in die Speiseröhre gelangen.
Stress: Stress kann das Verdauungssystem des Hundes negativ beeinflussen. Er kann die Magensäureproduktion steigern und die Verdauung verlangsamen, was Sodbrennen begünstigt.
Falsche Fütterung: Sehr große Portionen, Schlingen, äußerst fettreiche Kost oder schwer verdauliche Zutaten können Beschwerden begünstigen.Aber auch Futtermittelallergien und Unverträglichkeiten können die Ursache für Sodbrennen sein.
Futterumstellung: Eine abrupte Ernährungsumstellung kann den empfindlichen Magen-Darm-Trakt irritieren. Der Magen muss sich erst an die neue Nahrung gewöhnen, was zu einer vorübergehenden Überproduktion von Magensäure führen kann.
Weitere Risikofaktoren:
- Übergewicht: Erhöhter Druck auf den Magen kann Sodbrennen begünstigen.
- Narkose: Die Entspannung der Muskulatur kann dazu führen, dass die Magensäure leichter aufsteigt.
- Fremdkörper im Magen: Fremdkörper können die Verdauung stören und Sodbrennen verursachen.
- Medikamentenunverträglichkeit: Einzelne Medikamente können die Magenschleimhaut reizen. Sprechen Sie bei Bedenken mit einer tierärztlichen Fachkraft.
Lange Futterpausen: Bleibt der Magen lange leer, kann sich die Magensäure stärker anreichern und Sodbrennen auslösen.
Reflux beim Hund behandeln
Die Behandlung von Sodbrennen bei Hunden kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Neben herkömmlichen Medikamenten, die zur Neutralisierung der Magensäure beitragen, gibt es auch eine Reihe von Hausmitteln, die zur Linderung der Beschwerden beitragen können. Im Folgenden geben wir dir einen kleinen Überblick, wie du Sodbrennen beim Hund natürlich behandeln kannst.
Was hilft schnell gegen Sodbrennen beim Hund?
Wenn dein Hund akut unter Sodbrennen leidet, können die folgenden Maßnahmen schnell Linderung verschaffen. Eine bewährte Soforthilfe bei Sodbrennen ist die Fütterung kleiner Mengen magenfreundlicher Lebensmittel. Milchprodukte neutralisieren Magensäure nicht zuverlässig und werden von manchen Hunden schlecht vertragen. Mehrere kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten sind allerdings sinnvoll. Schonkost sollten Sie allerdings nur in Absprache und zeitlich begrenzt füttern. Entscheidend ist eine gute Verdaulichkeit.
Gibt es natürliche Hausmittel gegen Sodbrennen?
Kurz gesagt: Es gibt kein verlässliches Hausmittel, das Sodbrennen beim Hund verlässlich beseitigt. Entscheidend sind Fütterungsrhythmus, Rezeptur und gute Verträglichkeit. Bei wiederkehrenden oder starken Beschwerden bitte tierärztlich abklären lassen.
Sinnvoll im Alltag
- Mehrere kleine, leicht verdauliche Mahlzeiten anbieten.
- Sehr fettreiche Kost vermeiden.
- Nach dem Fressen Ruhe einplanen.
- Langsames Fressen fördern, z. B. mit Anti-Schling-Napf.
- Wasser in normalen Mengen, nicht direkt nach dem Schlingen große Mengen.
Wovon wir abraten
- Pulver, Rinden, Tees oder homöopathische Mittel nicht ohne Rücksprache einsetzen. Für eine säureregulierende Wirkung gibt es keine belastbare Evidenz.
- Milchprodukte, Zwieback, geriebener Apfel, Karottensaft oder Kartoffelwasser sind keine zuverlässigen Maßnahmen gegen Magensäure. Sie können sogar unverträglich sein.
Im Fokus sollten immer eine ausgewogene, gut verdauliche Rezeptur und eine passende Fütterungsroutine stehen. So lässt sich die Belastung der Speiseröhre am ehesten reduzieren.
Welches Futter ist bei Sodbrennen für Hunde geeignet?
Die richtige Ernährung spielt also eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Sodbrennen, oft spielen Portionsgröße, Fettgehalt, Verträglichkeit und Fresstempo eine Rolle.. Bei Sodbrennen solltest du darauf achten, dass das Futter deines Hundes magenfreundlich ist. Vermeide daher eine sehr fettreiche und proteinreiche Ernährung sowie schwer verdauliche Nahrungsmittel und füttere nur bedarfsgerecht. Eine tierärztliche Fachperson kann bei der richtigen Auswahl unterstützen.
Bei VEGDOG findest du das ideale Hundefutter bei Sodbrennen, das all diese Kriterien erfüllt. Wir haben gemeinsam mit Tierärzt:innen ein besonders gut verdauliches Futter entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse ernährungssensibler Vierbeiner abgestimmt ist. Unser Nass- und Trockenfutter setzt auf pflanzliche Basis und klar deklarierte, gut verträgliche Rezepturen ohne häufige Allergieauslöser. Übrigens funktionieren Sie auch als Alleinfuttermittel.
Ob Nass- oder Trockenfutter bei Sodbrennen die bessere Wahl ist, hängt von deinem Vierbeiner ab. Nassfutter wird zum Beispiel von manchen Hunden besser akzeptiert, was besser passt, ist allerdings individuell. Besonders empfehlenswert ist unsere Sorte SENSITIVE Lupinenprotein. Aber auch selbst gekochte Mahlzeiten haben sich bei Hunden mit Sodbrennen bewährt. Hierbei ist es jedoch wichtig, auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu achten – das gelingt dir mit geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln, wie unseren VISH OIL und ALL-IN VELUXE Mineralpulver. (bitte Dosierung beachten).
Tipps, um Sodbrennen beim Hund zu vermeiden
Sodbrennen ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schmerzhaft sein. Aber glücklicherweise lässt es sich oft vermeiden, wenn man die Ursachen kennt und gezielt dagegen steuert. Hier sind einige hilfreiche Tipps, um Sodbrennen bei deiner Fellnase zu vermeiden:
- Viel Trinken
- Hochwertiges und leicht verdauliches Futter
- Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
- Lange Futterpausen vermeiden
- Regelmäßige Fütterungszeiten
- Stress vermeiden und für ausreichend Ruhephasen sorgen
Sollten die Symptome weiterhin bestehen oder sich verschlimmern, ist es ratsam, einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufzusuchen. So kann die genaue Ursache ermittelt und eine passende Behandlung eingeleitet werden.
Hinweis: Kennzeichnungen und Anforderungen an ‚Futtermittel für besondere Ernährungszwecke‘, z. B. ‚leichtverdauliche Ausgangserzeugnisse‘, sind in der EU-Verordnung 2020/354 geregelt.
